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Veranstaltungen

Veranstaltung 

Titel:
Cooperative Praxis
Wann:
08.03.2012 - 11.03.2012 14.00 h - 13.00 h
Wo:
Eidos | Tagungshaus an der Resterhöhe - 20 km südlich Kitzbühel
Kategorie:
Fortbildung

Beschreibung

EIDOS PROJEKT MEDIATION
Leitung: Rechtsanwälte Dr. Gisela Mähler und Dr. Hans-Georg Mähler

Südliche Auffahrtsallee 29   80639 München
Tel. (089) 1 78 20 69   Fax (089) 17 63 21

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.eidos-projekt-mediation.de


Cooperative Praxis
– Collaborative Practice –
– Collaborative Law –

Zeit: Donnerstag, 08. März 2012, 14.00 Uhr bis Sonntag, 11. März 2012, 13.00 Uhr

Zeitdauer:
22 Stunden

Ort: Tagungshaus an der Resterhöhe
(ca. 20 km südlich von Kitzbühel)

Leitung: Dr. Gisela Mähler
Dr. Hans-Georg Mähler

Kosten: € 590,–

Hinzu kommen Kosten für die Unterbringung und Verpflegung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Freunde der Mediation und konsensualer Verfahren,

 

Cooperative Praxis (engl.: Collaborative Practice, Collaborative Law) ist ein mediationsanaloges Verfahren. Es existiert seit etwa zwanzig Jahren und hat sich, ausgehend von den USA, weltweit verbreitet. In Europa ist es inzwischen heimisch in England, Irland, Schottland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, der Tschechoslowakei und in Italien (www.collaborativepractice.com). In Deutschland ist es über das Eidos Projekt Mediation im Jahre 2007 erstmals eingeführt worden (noch im Aufbau: www.cooperative-praxis.de).

Auf Bundesrepublikanischer Ebene sind inzwischen etwa 130 Mediatoren ausgebildet, davon in München 75.

Von München ausgehend hat die 3. Europäische Konferenz für Cooperative Praxis vom 10. bis 12. Juni 2010 in Bad Aibling, die unter den 200 Teilnehmern großen Anklang fand, weitere Impulse gesetzt (www.challenging-conflict.de).

 

Zielgruppe: In der Bundesrepublik haben wir uns darauf verständigt, in die Ausbildung nur ausgebildete oder in Ausbildung befindliche Mediatoren einzuladen, also auch Personen, die zumindest ein Mediations-Einführungsseminar besucht haben und die Ausbildung fortsetzen werden.

Cooperative Praxis ist bei Verfahren zu Trennung und Scheidung entwickelt worden und findet zunehmend Eingang bei Wirtschaftskonflikten sowohl zwischen Personen / Unternehmen als auch in Unternehmen / Organisationen.

 

Demzufolge richtet sich die Einladung an die Fachleute aus diesen Bereichen, insbesondere an Anwälte sowie an Angehörige der psychosozialen Berufsgruppe, also Psychologen, Sozialpädagogen, Therapeuten, Eheberater, Erziehungsberater und Kinderexperten sowie für den Wirtschaftsbereich Führungskräfte aus Betrieben und Organisationen, Betriebsräte, Unternehmensberater, Supervisoren und Coaches. Außerdem richtet sich die Einladung an Finanzexperten für Zukunftsplanung (financial planers).

 

Methodisch wechseln Informationsvermittlung, Gruppenarbeit und Rundgespräche mit Übungen, Rollenspielen, Demonstrationen und deren jeweilige Reflexion.

 

Das Seminar ist in sich abgeschlossen. Seine Teilnahme berechtigt zur Aufnahme in örtliche Vereinigungen zur Cooperativen Praxis.

 

Die Seminarleiter Dr. Gisela Mähler und Dr. Hans-Georg Mähler haben seit 2007 Seminare in Cooperativer Praxis besucht in New York (mit Jack Himmelstein und Katherine Miller) und Zürich (mit Nancy Cameron und Susan Gamache aus Vancouver), haben an von ihnen organisierten (drei) Seminaren teilgenommen, zu denen sie erfahrene amerikanische Trainer eingeladen haben (Catherine Conner und Randy Cheek, Californien), sowie an Impulstagen mit Gary Friedman und Jack Himmelstein. Weitere Einsichten haben sie durch die Teilnahme an den beiden ersten europäischen Konferenzen zur Collaborative Practice in Wien und Cork (Irland) und dem dort angebotenen Kurs ‚Train the Trainer’ gewinnen können; und nicht zuletzt über die Mitwirkung an der Gestaltung und Teilnahme an der 3. Europäischen C.P.-Konferenz im Juni 2010. Im Oktober 2010 haben sie in Californien in der Praxis von Catherine Conner und Randy Cheek Sitzungen mit Klienten, Teambespre­chungen, Teamsupervisionen und Praxisgruppentreffen miterleben können. Gleich darauf haben sie auch das erste Seminar in Cooperativer Praxis in deutscher Sprache angeboten.

 

Seither haben sie zwei weitere Seminare (24. – 27.03.2011 und 14. – 17.07.2011) geleitet, die auf reges Interesse stießen.

Sie haben inzwischen erste eigene C.P.-Fälle bearbeitet und sind beeindruckt von der Kraft, die von diesem Verfahren ausgeht.

 

Sie praktizieren und lehren Mediation seit etwa 20 Jahren. Mehr zu ihrer Vita als Mediatoren auf unserer Website (www.eidos-projekt-mediation.de).

 

 

Cooperative Praxis ist ein mediationsanaloges Verfahren.

Was ist uns aus der Mediation vertraut, was ist unterschiedlich?

 

Vertraut aus der Mediation sind uns die Grundsätze, wie beispielsweise volle Information, Offenlegung, Vertraulichkeit, Freiwilligkeit, Bedeutung des Rechtes und Konsenswilligkeit sowie der Ablauf, also Arbeitsbündnis, Bestandsaufnahme, interessengerechte Konfliktbearbeitung, Einigung und Implementierung des gefundenen Ergebnisses, meist in einem rechtsverbindlichen Vertrag. Vertraut ist uns auch die Dynamik des Verfahrens, idealtypisch von einem eingangs eher feindselig gesinnten schuldzuweisenden Verhalten hin zu einer interessefundierten, synergie- und ressourcenausschöpfenden, ausgewogenen und friedensstiftenden Einigung.

 

Die Unterschiede liegen darin begründet, dass dieses Verfahren grundsätzlich nicht durch einen Mediator gesteuert wird, sondern durch die beteiligten Berufsgruppen.

Das sind – je nach dem Bedürfnis der Parteien – Anwälte und Coaches der Parteien sowie neutrale Experten (z. B. Kinderspezialisten, Finanzspezialisten): Was das Verfahren komplexer macht als die Mediation, aber gleichzeitig mehr Aspekte, professionell spezialisiert, abzudecken imstande ist. Cooperative Praxis empfiehlt sich beispielsweise bei krankheitsbedingten Einschränkungen oder bei großen Informationsunterschieden und dadurch bedingten Unsicherheiten sowie überhaupt bei komplexen und/oder hochkonflikthaften Fragestellungen, die eine besondere juristische und/oder psychische Unterstützung nahelegen. Im Wirtschaftsbereich sind v. a. Konflikte mit persönlichem Hintergrund, z. B. Konflikte auf der Führungsebene, bei strukturellen Veränderungen oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz angesprochen. Manchmal wird C.P. der Mediation einfach deshalb vorgezogen, weil die Professionen (Anwälte, Coaches) von ihrer Kernkompetenz her als erste parteilich beratend angefragt werden und sich deshalb C.P. eher anbietet.

 

Die Besonderheit dieses Verfahrens liegt darin, daß alle professionell Beteiligten ihre Fähigkeiten und ihre Energie darauf ausrichten, zu einer Einigung zu kommen. Das impliziert, daß sie ihre Tätigkeit beenden, falls dieses Ziel nicht erreicht wird. Herausragend ist dabei, daß sich damit im Unterschied zum traditionellen Beratungs- und Vertretungsmodell die Anwälte verpflichten, ihre Parteien nicht vor Gericht streitig zu vertreten, falls die Verhandlungen scheitern bzw. nicht zu einer Einigung führen. Das eröffnet die Möglichkeit, daß die professionell Beteiligten nicht dem Verschwiegenheitsgebot unterliegen und miteinander in Kontakt treten können.

 

Das hat eine Vielzahl von Implikationen, die in dem Seminar näher erläutert werden.

 

Wenn denn die Steuerung des Verfahrens bei den professionell Beteiligten liegt, stellt sich die Frage, welches jeweilige Setting und welche Choreographie angebracht ist – mit wem trifft sich wer wann mit welchem Ziel. Darüber hinaus, wie die unterschiedlichen Professionen von ihrer strukturell vorgegebenen Aufgabenstellung und ihrem Rollenverständnis im Interesse ihrer Parteien auf der Verfahrensebene mit dem Ziel, die Konfliktpartner darin zu unterstützen, eine faire Vereinbarung abzuschließen, als Team zusammenarbeiten können. Mit diesen Themen beschäftigt sich das Seminar hauptsächlich.

 

Im einzelnen:

v      Vergleich von Mediation, Cooperativer Praxis (collaborative practice) und Collaborative Law

v      Geeignetheitskriterien

v      Hybride Verfahren

v      Überblick zu:

–               Ablauf, Phasen

–               Aufgaben, Rollen und – interdisziplinäre – Zusammenarbeit der am Verfahren beteiligten Berufsgruppen

–               unterschiedliche Praxismodelle

 

Am Beispiel von Fällen:

v      Das erste Treffen (Anwalt und/oder Coach) mit den Klienten; die Vollmachten

v      das Arbeitsbündnis

v      3er-Treffen mit Klient, Coach und Anwalt

v      Grundvoraussetzungen, Grundregeln, insbes. zur Vertraulichkeit

v      Aspekte zur Teamentwicklung; Selbstverständnis des Teams

v      Die Rolle und der Einsatz der Experten, z. B.

–               für die Belange der Kinder

–               für die Haushalts- und Vermögensplanung

v      Erstes Treffen aller professionell Beteiligten und der Parteien, um die Rahmenbedingungen festzulegen; die entsprechenden Aufträge und Vollmachten; weitere unterschiedliche Vorgehensweise je nach Modell

v      Der Rhythmus von Teamtreffen und Treffen mit den Parteien

v      Dringliche Vorwegentscheidungen

v      Bestandsaufnahme

v      Interessenklärung

v      die Rolle des Rechts und anderer Regeln; wie die Anwälte das Recht einbringen

v      Collaborative Verhandlungen

v      Entwicklungen von Optionen; insbesondere: die Rolle der Anwälte in der Einigungsphase

v      Memorandum

v      Implementierung des Ergebnisses einschließlich Beurkundung

v      Zusammenfassend: Die Grundlagen

 

Die Teilnahme an dem Seminar berechtigt zum Beitritt und zur Gründung regionaler Gruppierungen, die ihrerseits Mitglied der Deutschen Vereinigung für Cooperative Praxis  (DVCP) werden können oder sind. (Satzungstext s. www.cooperative-praxis.de)

 

Das Tagungshaus an der Resterhöhe liegt für sich allein auf einem nach Süden geöffneten Hang über dem Salzachtal auf 1200 m Höhe, 20 km südlich von Kitzbühel, kurz hinter dem Paß Thurn, mit Blick auf den Hauptalpenkamm. Das Haus hat Einzel- und Doppelzimmer und einen für unsere Zwecke sehr gut geeigneten Seminarraum. Es ist Vorsorge dahin getroffen, daß weitere konfortable Einzelzimmer in unmittelbarer Nachbarschaft dazugemietet werden können. Eine genaue Anfahrtsbeschreibung werden wir Ihnen rechtzeitig vor dem Termin übersenden.

 

 

Wenn Sie an dem Seminar zur Cooperativen Praxis teilnehmen wollen,

bitten wir Sie aus organisatorischen Gründen möglichst bald um die Rücksendung des beiliegenden Anmeldeformulars.

 

Im Falle des Rücktrittes bis drei Wochen vor dem Termin (eingehend) wird eine Verwaltungsgebühr von € 50,– einbehalten. Danach fällt die gesamte Seminargebühr an, es sei denn, daß ein anderer Teilnehmer nachrücken kann.

 

 

 

Dr. Gisela Mähler                                             Dr. Hans-Georg Mähler

Veranstaltungsort

Eidos | Tagungshaus an der Resterhöhe
Veranstaltungsort:
Eidos | Tagungshaus an der Resterhöhe   -   Website
Straße:
Jochberg 27, A-5731 Hollersbach
PLZ:
5731
Stadt:
20 km südlich Kitzbühel
Land:
Land: at
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