Vorteile PDF Drucken E-Mail
Die Vorteile der Mediation leiten sich aus der Eignung ab:

  • Die Ergebnisse beruhen auf eigenen Entscheidungen, nicht auf Drittentscheidungen, wirken daher i. d. R. nachhaltig wegen der persönlich eingegangenen wechselseitigen Verpflichtungen.
  • Das Verfahren zielt nicht darauf ab, dass Einer gewinnt, es sucht vielmehr nach Lösungen, die beiden Interessen gerecht werden. Im Idealfall gibt es deshalb am Ende keine Verlierer, alle sind vielmehr Gewinner (win-win).
  • Die Entscheidung richtet sich zentral nicht nach einem vergangenheitsorientierten Sachverhalt, woraus Rechtsfolgen abgeleitet werden, sondern zielt unmittelbar auf die Zukunftsinteressen der Konfliktpartner ab. Diese werden nicht nach richtig und falsch sortiert, sondern übergeordnet nach wünschenswerten, möglichen und notwendigen Aspekten.
  • Es können rechtlich nicht relevante Aspekte berücksichtigt werden. Dies kann umso bedeutender werden, als Probleme – so Einstein – in der Regel nicht auf der Ebene gelöst werden können, auf der sie angesiedelt sind.
  • Mediation ist von seinem Wesen her ein Verfahren, das emotionale schuldzuweisende Verstrickungen soweit auflösen kann, dass die wirklichen Zukunftsinteressen sichtbar und gestaltbar werden. Dies wird durch den Vertrauensschutz, den die Mediation als Verfahren gewährt, gestützt.
  • Mediation ist in der Regel ein
    • schnelleres (es wird i. d. R. schnell ein erster Termin anberaumt), 
    • kürzeres und damit zeitsparendes und
    • kostengünstigeres Verfahren als gerichtliche Verfahren, weil in der Regel ein auf Verständigung ausgerichtetes Verfahren weniger kostet als ein streitiges Verfahren.
  • Die Mediation lässt die Kommunikation (wie häufig nach gerichtlichen Verfahren) nicht abbrechen, sondern fördert sie. Die Beteiligten können ihre persönlichen, familiären oder geschäftlichen Beziehungen auf eine neue Grundlage stellen. Der Gewinn auf der persönlichen Ebene schafft zukünftigen Gewinn auch auf der geschäftlichen Ebene.
  • Konflikte zeigen häufig notwendige Veränderungsprozesse an. Diese werden nicht unterdrückt, sondern sind Gegenstand der Auseinandersetzung und Lösung.
  • Das Recht kann nur über typische Fallgestaltungen pauschale Antworten vorschlagen. In der Mediation kann konkret, unter Einbeziehung subjektiver Gerechtigkeitsvorstellungen, eine maßgeschneiderte Lösung erarbeitet werden.
  • Das Verfahren in der Mediation an sich ist ein Lernprozess, der Hinweise gibt, wie Konflikte zukünftig – ohne Beiziehung eines Mediators – gelöst werden können.
  • Manchmal gelingt es in der Mediation, dass sich die Konfliktpartner wirklich versöhnen.
 
© Copyright 2011 Dres. Mähler