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Mediation hat sich auf verschiedenen Konfliktfeldern bewährt. Eine Übersicht findet sich in der nachfolgenden Abbildung. 
ErläuterungenWebsite der MZMAuf der Website der MZM stehen bislang im Vordergrund die Fragestellungen bei Familienkonflikten und Wirtschaftskonflikten, letztere wiederum unterteilt in Konflikten zwischen Personen/Unternehmen/Betrieben und Konflikten in Organisationen/Unternehmen/der Verwaltung. Die erbrechtlichen Konflikte und die Konflikte bei der Vermögensnachfolge sind in der Regel den Konflikten zwischen Personen und Unternehmen zuzuordnen. Im Hinblick auf die Unternehmensnachfolge gibt es Überschneidungen mit den Konflikten in Organisationen/Unternehmen sowie überhaupt mit der Familienmediation. Diese Konfliktfelder stehen deshalb im Vordergrund der Betrachtung, weil in diesen Fällen das Informationsbedürfnis der Betroffenen am höchsten ist, nämlich welches Verfahren für ihren Konflikt das geeignetste ist und, falls es Mediation einschließt, wer als qualifizierter Mediator in Frage kommt. Es sind die Felder, in denen sich jeweils ein besonderer Markt gebildet hat.
Mediation im öffentlich-rechtlichen Raum, insbesondere bei Umweltkonflikten und im politischen Raum überschneidet sich teilweise. Umweltkonflikte beispielsweise haben häufig eine politische Dimension. Die Mediation in diesen Feldern hat die Besonderheit, dass in der Regel sehr viele Parteien eingebunden sind und nur Resonanz hat, wenn die entscheidenden politischen oder staatlichen Instanzen der Mediation als einen demokratischen Prozess ihrer Willensbildung einen hohen Rang einräumen. Im internationalen Bereich, also im Völkerrecht, ist Mediation ein altes Institut, bekannt unter dem Namen Anerbieten guter Dienste.
Die Konflikte in der Schule und im Gemeinwesen, hier insbesondere auch interkulturelle Konflikte, sind dadurch gekennzeichnet, dass öffentliche Instanzen die Mediation initiiert haben. In der Schule, im Kindergarten oder bei Bildungseinrichtungen ist Mediation nicht möglich, wenn nicht die Leitung will.
Es gibt vielfältige Organisationen, die sich mit der Mediation in der Schule beschäftigen, unter anderem
Bei Mediation im Gemeinwesen ist dies ein Instrument, was zur Befriedung eingesetzt wird und in aller Regel von kommunalen Instanzen oder Wohlfahrtsverbänden initiiert und finanziert wird. In München wird das Projekt getragen von der Landeshauptstadt München in Zusammenarbeit mit der AWO (www.awo-muenchen.de).
Eine Sonderstellung nimmt der Täter-Opfer-Ausgleich im Zusammenhang mit dem Strafrecht ein. Es stellt sich hier überhaupt die Frage, ob der Täter-Opfer-Ausgleich der Mediation zugerechnet werden kann, weil er voraussetzt, dass der Täter seine Schuld von vornherein eingesteht und es ein Medium ist, strafrechtliche Sanktionen gegenüber einem Ausgleich zwischen Täter und Opfer zurückzustellen. Täter-Opfer-Ausgleich ist eingebunden in die Regelungen der Justiz, also der Staatsanwaltschaft und der Strafgerichte und wird kennzeichnender Weise zum Teil auch über das Justizministerium finanziert.
In München gibt es eine Differenzierung des Täter-Opfer-Ausgleichs bei Jugendlichen auf der einen Seite und bei Erwachsenen auf der anderen Seite. Der Täter-Opfer-Ausgleich für Jugendliche ist bei der Brücke (www.bruecke-muenchen.de) organisiert, der Täter-Opfer-Ausgleich für Erwachsene bei dem Verein Ausgleich (www.ausgleich.de).
Historisch
In der Bundesrepublik hat die Mediation Ende der 80er Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in etwa zur gleichen Zeit Fuß gefasst bei den Familienkonflikten, den Konflikten im öffentlich-rechtlichen Raum/Umweltkonflikten und bei Konflikten in der Schule. Der Täter-Opfer-Ausgleich hat sich bereits in den 80er Jahren etabliert.
Vereinzelte Fälle der Wirtschaftsmediation begannen Ende der 90er Jahre. Sie ist eigentlich erst in der letzten Zeit in das Bewusstsein der Wirtschaft eingedrungen. Kennzeichnend hierfür ist, dass die Rechtsschutzversicherungen zunehmend Mediation in ihren Bedingungen mit aufnehmen und die Industrie- und Handelskammern für ihre Mitglieder Mediation in breiterem Umfang anbieten. eigetragen zu dieser Entwicklung hat auch die Legitimation der Mediation durch die gerichtliche Mediation, die im Jahre 2002 begann.
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