Home Was ist Cooperative Praxis? Eignung und Eignungsgrenzen
Eignung und Eignungsgrenzen PDF Drucken E-Mail
  • Cooperative Praxis wird an die Stelle der traditionellen anwaltschaftlichen Viererverhandlungen oder Gerichtsverhandlungen treten, wenn die Parteien nicht nur die Grenzen ausloten wollen, was ihnen von Rechts wegen zusteht, son-dern auf der Grundlage des gesamten Konfliktstoffes im Austasten aller Ressourcen und Synergien eigenverantwortlich einen Konsens anstreben.
  • Cooperative Praxis wird im Verhältnis zur Mediation dann als geeigneter angesehen werden müssen, wenn die Parteien einen anwaltschaftlichen oder/und psychischen Begleiter an ihrer Seite brauchen: sei es,
    • weil sie Schwierigkeiten haben, für sich selbst einzustehen,
    • weil sie psychologische Unterstützung brauchen,
    • weil die Situation wegen ihrer Komplexität nach einem Fürsprecher verlangt, 
    • um in diesem Zusammenhang Expertenwissen in Anspruch zu nehmen,
    • weil die Konfliktpartner einen sicheren Halt in einem verabredeten, auf Konsens ausgerichteten System bevorzugen.
  • Cooperative Praxis kann an die Stelle der Mediation treten, wenn die Kapazität des neutralen Mediators nicht ausreicht, um die Parteien zu einer eigentlich gewollten Einigung zu begleiten. Als komplexeres Verfahren kann es bei komplexeren Sachverhalten eingesetzt werden.
  • Cooperative Praxis erweitert damit den Spielraum für eine außergerichtliche Konsensfindung.
 
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